FreelanceKitFreelanceKit
📊 Vergleich· Stand Juni 2026

Die besten Versicherungen für Selbstständige in Frankreich (2026)

Wenn du dich selbstständig machst, verlierst du den automatischen Schutz des Angestelltenverhältnisses: keine standardmäßig bezahlte Krankschreibung, keine betriebliche Krankenzusatzversicherung, kein Schutz, falls ein Kunde dich wegen eines Berufsfehlers verklagt. Und die Sozialversicherung der Selbstständigen (SSI) deckt, auch wenn es sie gibt, deutlich weniger ab als das System für Angestellte. Die Folge: Du musst deinen Schutz selbst zusammenstellen, aus Berufshaftpflicht (RC Pro), Krankenzusatz (Mutuelle), Einkommensschutz (Prévoyance) und Altersvorsorge. Dieser Vergleich deckt die französischen Angebote ab: Er richtet sich an Freelancer, die in Frankreich ansässig sind (oder sich dort niederlassen). Der Leitfaden zeigt dir, welche Tools zu deinem Profil passen, was sie wirklich abdecken und was das 2026 konkret kostet.

🏆 Top 5 der Versicherungen für Selbstständige

Hier ist unsere vergleichende Auswahl der besten Versicherungen für die Bedürfnisse von Selbstständigen: Orus, Wemind, Caravel, Alan und Simplis.

📊 Detaillierter Vergleich

Vergleiche die wichtigsten Funktionen jedes Tools auf einen Blick.

Orus Logo
Orus
Ab 13 €/Monat (Berufshaftpflicht, französisches Angebot)
RC Pro
✓
Mutuelle santé
✓
Prévoyance
✓
Épargne retraite (PER)
✗
Souscription 100% en ligne
✓
Essai / engagement
Sans engagement
Simplis Logo
Simplis
Berufshaftpflicht ab 9,99 €/Monat · Décennale ab 69 € inkl. MwSt./Monat (französisches Angebot)
RC Pro
✓
Mutuelle santé
✗
Prévoyance
✗
Épargne retraite (PER)
✗
Souscription 100% en ligne
✓
Essai / engagement
—

💡 Warum ein Freelancer echten Schutz braucht

Als Freelancer bist du gleichzeitig dein eigener Chef und deine eigene Personalabteilung. Niemand schließt eine Versicherung für dich ab: Dein Geschäft, deine Gesundheit und dein Einkommen hängen von deinen Entscheidungen ab. Anders als ein Angestellter hast du weder eine verpflichtende betriebliche Krankenzusatzversicherung noch ein gutes Krankentagegeld bei Arbeitsunfähigkeit noch ein rechtliches Sicherheitsnetz vom Arbeitgeber.

Drei Risiken tauchen in 80 % der von Freelancern gemeldeten Schadensfälle auf: ein Berufsfehler, der einen Kunden teuer zu stehen kommt (fehlerhafte Lieferung, Budgetüberschreitung, Datenleck), ein Gesundheitsproblem, das dich mehrere Wochen lang am Fakturieren hindert, und ein Streit mit einem Kunden oder Lieferanten. Ohne passende Versicherung werden diese Fälle über dein Privatkonto beglichen und können reichen, um das Geschäft zu gefährden.

Der richtige Reflex: den Schutz in vier Säulen aufteilen (RC Pro, Mutuelle, Prévoyance, Altersvorsorge) und für jede einen spezialisierten Anbieter wählen, statt einer generischen All-in-one-Versicherung. So machen es die am besten abgesicherten Freelancer.

Das Berufsrisiko

Ein Kunde meint, deine Lieferung habe ihn Geld gekostet, und macht dich haftbar. Ohne RC Pro zahlst du den Schaden selbst, und der kann bei einem sensiblen Projekt mehrere Zehntausend Euro übersteigen.

Das Gesundheitsrisiko

Wenn du 30 Tage ausfällst, zahlt die SSI sehr niedrige Leistungen (und erst nach einer Karenzzeit von 3 bis 7 Tagen je nach Status). Ohne Mutuelle und ohne Prévoyance bricht dein Umsatz ein, während die Arztkosten dazukommen.

Das Rentenrisiko

Selbstständige zahlen weniger ein als Angestellte und bekommen deshalb im Ruhestand weniger. Ohne eigene Ersparnisse (zum Beispiel ein PER) kannst du im Ruhestand bis zu 60 % deines Einkommens verlieren. Je früher du anfängst, desto stärker gleicht der Zinseszinseffekt das aus.

🔍 Die 4 Versicherungsarten, die du als Selbstständiger kennen solltest

Bevor du ein Tool wählst, musst du wissen, was jedes Produkt wirklich abdeckt. Hier die übliche Aufteilung des französischen Marktes 2026.

🛡️Berufshaftpflicht (RC Pro)

Was es abdeckt
Deckt Schäden ab, die du im Rahmen deiner Tätigkeit einem Dritten (Kunde, Lieferant, Partner) zufügen könntest: Fehler, Versäumnis, Fahrlässigkeit, Vertragsverletzung, Verletzung der Vertraulichkeit.
Für wen?
Für alle Freelancer empfohlen. Für einige regulierte Berufe Pflicht: Anlageberater, Rechts-, Steuer- und Gesundheitsberufe, Immobilienmakler, zugelassene Trainer.
Was es kostet
100 bis 500 € pro Jahr für die meisten Dienstleistungstätigkeiten. Mehr für Berufe mit hohem Risiko (Architektur, strategische Beratung für Großkunden).

🩺Krankenzusatzversicherung (Mutuelle)

Was es abdeckt
Erstattet den Teil der Gesundheitskosten, den die Sozialversicherung nicht übernimmt: Arztbesuche, Honorarüberschreitungen, Brille, Zahnbehandlung, Krankenhausaufenthalt, je nach Vertrag auch alternative Medizin.
Für wen?
Jeder Selbstständige, der Eigenanteile vermeiden will. Ohne Mutuelle kann eine Honorarüberschreitung beim Facharzt oder eine Brille schnell mehrere Hundert Euro kosten.
Was es kostet
30 bis 80 €/Monat für eine Einzelperson, 80 bis 150 €/Monat für eine Familie, je nach gewählten Leistungen. Vom Gewinn absetzbar, wenn du in der Ist-Versteuerung (au réel) bist.

💼Einkommensschutz (Prévoyance)

Was es abdeckt
Zahlt dir eine Leistung bei Arbeitsunfähigkeit, Invalidität oder Tod. Sie hält dein Einkommen aufrecht, wenn du nicht mehr fakturieren kannst: Die Sozialversicherung der Selbstständigen allein reicht nie aus.
Für wen?
Unverzichtbar, sobald deine monatlichen Fixkosten (Miete, Kredit, Familie) höher sind als das, was die SSI bei Arbeitsunfähigkeit zahlen würde. In der Praxis: fast alle Freelancer, die von ihrer Tätigkeit leben.
Was es kostet
40 bis 120 €/Monat je nach Alter, Umsatz, Beruf und gewünschter Leistungshöhe (oft auf 70 bis 100 % des Nettoeinkommens ausgelegt).

🌱Altersvorsorge (PER)

Was es abdeckt
Mit einem Plan Épargne Retraite (PER, französischer Altersvorsorgeplan) baust du Kapital für den Ruhestand auf und senkst gleichzeitig deine Einkommensteuer (die Einzahlungen sind bis etwa 10 % des steuerpflichtigen Gewinns absetzbar).
Für wen?
Alle Selbstständigen, besonders bei hohem Grenzsteuersatz (30 % oder mehr). Je früher du anfängst, desto mehr arbeitet der Zinseszins für dich.
Was es kostet
Keine feste Prämie: Du entscheidest, wie viel du einzahlst. Die Verwaltungsgebühren eines PER liegen je nach Anbieter zwischen 0,6 % und 2 % pro Jahr.

🧭 So wählst du als Freelancer die richtigen Versicherungen

Fünf konkrete Kriterien, um Angebote zu vergleichen, ohne auf schöne Marketingversprechen hereinzufallen.

  1. 1

    Der tatsächliche Deckungsumfang

    Verlass dich nie allein auf den Titel des Vertrags. Lies die Deckungssummen, die Selbstbehalte und vor allem die Ausschlüsse. Eine RC Pro für 100 €/Jahr mit einer Deckungssumme von 100 000 € schützt dich nicht wirklich, wenn dein Kunde seinen Schaden auf 300 000 € beziffern kann. Peile mindestens 1 Mio. € Deckungssumme an, 5 bis 8 Mio. €, wenn du mit Großkunden arbeitest.

  2. 2

    Die Spezialisierung auf Freelancer

    Einige Versicherer (Orus, Simplis, Wemind, Alan, Caravel) sind für Selbstständige gemacht. Leistungen, Abschlussprozess und Kundenservice sind auf deinen Status zugeschnitten. Ein allgemeiner Vertrag aus der Unternehmenswelt kann unpassende Klauseln enthalten (Verweis auf Geschäftsräume, auf eine Mitarbeiterzahl, auf einen Mindestumsatz).

  3. 3

    Preistransparenz

    Eine gute Versicherung zeigt ihren Startpreis und gibt dir in unter 5 Minuten ein verbindliches Angebot. Sei misstrauisch bei unbegründeten Angeboten mit „Preis auf Anfrage“, versteckten Kosten im zweiten Jahr oder 12-Monats-Bindungen mit stillschweigender Verlängerung. Das Hamon-Gesetz erlaubt dir, nach 1 Jahr jederzeit zu kündigen: Wähle einen Anbieter, der das von Anfang an akzeptiert.

  4. 4

    Die Qualität des Kundenservice

    Im Schadensfall macht genau das den Unterschied. Prüfe die Trustpilot-Bewertungen, die Erreichbarkeit des Supports (Chat, Telefon, Zeiten), die durchschnittliche Erstattungsdauer und ob es einen festen Ansprechpartner gibt. Ein Service, der dienstags um 11 Uhr in 5 Minuten antwortet, ist nicht so viel wert wie ein Versicherer, der dich nach einem Problem 48 Stunden allein lässt.

  5. 5

    Die Vereinbarkeit mit deinem Status

    Auto-Entrepreneur, EURL, SASU, Micro-BNC: Jeder Status hat seine steuerlichen und sozialen Besonderheiten. Prüfe, ob dein Versicherer deinen Status abwickeln kann und ob die Prämien absetzbar sind, wenn du in der Ist-Versteuerung bist. Prüfe auch die ORIAS-Nummer des Vermittlers (Register der Versicherungsmakler): Sie ist der Beleg, dass er von der ACPR reguliert wird.

💰 Was kostet die Versicherung eines Freelancers 2026 wirklich?

Die Preise hängen von deiner Tätigkeit, deinem Umsatz und deinen Leistungen ab. Hier die Spannen, die 2026 auf dem französischen Markt zu beobachten sind.

Ein gut abgesicherter Freelancer gibt im Schnitt zwischen 100 und 300 € pro Monat für alle seine Versicherungen aus (RC Pro + Mutuelle + Prévoyance). Das sind zwischen 1 200 und 3 600 € pro Jahr: ein spürbarer Ausgabenposten, der aber weitgehend steuerlich absetzbar ist, wenn du in der Ist-Versteuerung der Einkommensteuer oder in der Körperschaftsteuer bist. Dazu kommt der PER (keine Ausgabe, sondern steuerbegünstigtes Sparen), um den Ruhestand vorzubereiten.

Junior-Dev-Freelancer, 30k € Umsatz, Auto-Entrepreneur
≈ 80 bis 130 €/Monat

RC Pro ~15 €/Monat (Orus, Simplis) + Mutuelle solo ~40 €/Monat (Alan Basis) + schlanke Prévoyance ~30 €/Monat. Der PER kann ein oder zwei Jahre warten.

Senior-Berater, 100k € Umsatz, EURL
≈ 200 bis 320 €/Monat

RC Pro mit hoher Deckungssumme ~40 €/Monat + Komfort-Mutuelle ~70 €/Monat + starke Prévoyance (80 % des Einkommens) ~90 €/Monat. PER mit 5 bis 10 % des Gewinns zur Steuerersparnis.

Handwerker, 50k € Umsatz, Micro-Entreprise
≈ 150 bis 250 €/Monat

RC Pro + betriebliche Multirisk-Versicherung für das Material ~50 €/Monat + Mutuelle ~50 €/Monat + Prévoyance ~50 €/Monat. Zusätzlich Zehnjahres-Bauhaftpflicht, wenn du im Baugewerbe arbeitest.

Freelancer mit Familie, 70k € Umsatz
≈ 250 bis 380 €/Monat

RC Pro ~25 €/Monat + Familien-Mutuelle ~120 €/Monat + Prévoyance + Todesfallkapital ~100 €/Monat. PER oft rund 200 bis 400 €/Monat als Sparrate.

🎯 Welche Versicherung passt zu deinem Profil?

💼Freelancer mit geistigen Dienstleistungen

Wenn du Beratung, Entwicklung, Design oder Texterstellung machst, sind deine körperlichen Risiken fast null, aber deine Fehler können einen Kunden teuer zu stehen kommen (Datenverlust, unbrauchbare Lieferung, vertragliche Verzögerung). Die RC Pro hat absolute Priorität, idealerweise mit Rechtsschutz. Für die Gesundheit reicht eine digitale Mutuelle wie Alan oder Wemind, und eine Prévoyance wird nötig, sobald du zu 100 % von deiner Tätigkeit lebst. Realistisches Budget: zwischen 80 und 200 €/Monat für das komplette Paket, je nach Umsatz und Alter.

🌱Freelancer am Anfang oder Auto-Entrepreneur mit kleinem Umsatz

In der Startphase willst du ein gutes Verhältnis von Leistung und Preis ohne langfristige Bindung. Setze auf eine günstige RC Pro wie Simplis (ab 9,99 €/Monat) oder Orus (ab 13 €/Monat), jederzeit kündbar. Für die Gesundheit behältst du eine schlanke Mutuelle, vermeide aber, ganz ohne Zusatzversicherung zu sein. Prévoyance und PER können ein paar Monate warten, wenn dein Umsatz noch stark schwankt, aber behalte die Marke von 30k € Jahresumsatz im Blick: Darüber ist es unvernünftig, bei Arbeitsunfähigkeit ungedeckt zu sein.

🚀Berater oder erfahrener Freelancer mit hohem Umsatz

Ab 80k € Jahresumsatz wirst du an mehreren Stellen verwundbar: Ein unzufriedener Kunde kann einen Schaden auf mehrere Zehntausend Euro beziffern, und ein Ausfall von 2 Monaten bedeutet möglicherweise 15 000 bis 20 000 € entgangenes Einkommen. Peile eine RC Pro mit hohen Deckungssummen an (8 Mio. € oder mehr), eine Prévoyance, die 80 bis 100 % deines Einkommens sichert, und einen regelmäßig bespielten PER, um Steuern zu sparen. Wemind deckt alles mit einem einzigen Ansprechpartner ab, was die Verwaltung vereinfacht.

🔧Selbstständig im Handwerk oder Handel

Deine Risiken sind vor allem materiell: Geräteschäden, Unfall auf einer Baustelle, Warendiebstahl, Schaden in einem Geschäftsraum. Die RC Pro allein reicht nicht: Du brauchst eine Betriebshaftpflicht, eine betriebliche Multirisk-Versicherung für Räume und Material und je nach Gewerbe eine Zehnjahres-Bauhaftpflicht (décennale, im Baugewerbe Pflicht). Die Mutuelle bleibt wichtig, und wenn du einen Auszubildenden oder Angestellten beschäftigst, wird die Arbeitsunfallversicherung Pflicht. Rechne mit einem Versicherungsbudget von 150 bis 400 €/Monat je nach Art der Tätigkeit.

👨‍👩‍👧Freelancer mit Familie und hohen Fixkosten

Wenn du Kinder, einen Kredit oder einen unterhaltsberechtigten Partner hast, rutscht die Prévoyance an die Spitze der Liste. Ein Todesfallkapital und eine Invaliditätsrente schützen deine Familie im Ernstfall. Auch die Familien-Mutuelle lohnt sich mehr als eine Einzelversicherung. Und der PER ergibt richtig Sinn: Er senkt schon heute deine Steuer und baut Kapital für das Studium der Kinder oder deine eigene Rente auf. Peile ein Gesamtbudget für Versicherungen von etwa 200 bis 350 €/Monat für eine entspannte Absicherung an.

🏁 Unser Fazit: Welches Tool für welchen Bedarf?

Statt eines einzigen „besten Tools“ hier, welchen Anbieter du je nach Absicherungswunsch wählst.

Wenn du eine RC Pro zum besten Preis willst
→ Simplis ou Orus

Simplis startet bei 9,99 €/Monat und Orus bei 13 €/Monat (mit dem FreelanceKit-Rabatt). Online-Abschluss in wenigen Minuten, ohne Bindung, mit sofortiger Bescheinigung. Ideal zum Einstieg oder für Freelancer, deren Risiken begrenzt bleiben.

Wenn du einen einzigen Ansprechpartner für alles willst
→ Wemind

Wemind bündelt RC Pro (bis 8 Mio. €), Mutuelle, Prévoyance und Betriebsrat in einer Oberfläche. Pro Produkt teurer, aber du sparst Zeit bei der Verwaltung, und der Service wird von den Nutzern sehr hoch bewertet.

Wenn du die beste digitale Krankenzusatzversicherung willst
→ Alan

Über eine Million Versicherte, eine App mit 4,8/5, Erstattungen in 24 Stunden, Online-Klinik inklusive. Reiner Gesundheitsspezialist: keine RC Pro, also mit Simplis oder Orus für den beruflichen Teil kombinieren.

Wenn du deine Rente clever vorbereiten willst
→ Caravel

Digitaler PER mit Fokus auf langfristige Performance, Fonds im Einklang mit dem Pariser Abkommen, Verwaltungsgebühren um 1,6 % (halb so teuer wie bei einer klassischen Bank). Du kannst bis zu 10 % deines Gewinns steuerlich absetzen.

Häufige Fragen

Die RC Pro ist nicht für alle Selbstständigen gesetzlich vorgeschrieben, wird aber dringend empfohlen. Einige regulierte Berufe müssen sie abschließen: Rechts-, Steuer- und Gesundheitsberufe, Immobilienmakler, Anlageberater, zugelassene Trainer, Baugewerbe (Zehnjahres-Bauhaftpflicht). Informiere dich bei der Kammer oder dem Verband deines Berufs über die genauen Anforderungen.

Die Kosten liegen in der Regel zwischen 100 € und 500 € pro Jahr, je nach Branche, Umsatz und Leistungen. Für einen Dev- oder Design-Freelancer mit bescheidenem Umsatz rechne mit 13 bis 25 €/Monat. Für einen Senior-Berater mit hohen Deckungssummen eher 30 bis 60 €/Monat. Berufe mit hohem Risiko (Architektur, strategische Beratung) können über 100 €/Monat liegen.

Nein, der Auto-Entrepreneur-Status bietet keinerlei Berufsversicherung. Du musst deine RC Pro, deine Mutuelle und deine Prévoyance selbst abschließen. Nur die Sozialversicherung (angebunden an URSSAF/SSI) ist automatisch, deckt Arbeitsunfähigkeit aber sehr schlecht ab. Deshalb ist eine private Prévoyance fast immer unverzichtbar.

Ja, wenn du in der Ist-Versteuerung der Einkommensteuer oder in der Körperschaftsteuer bist. RC Pro, Rechtsschutz, Versicherung für Betriebsmaterial und die Madelin-Prévoyance sind absetzbar. Die Mutuelle ist nach den Madelin-Regeln (TNS, Selbstständige) mit einer Jahresobergrenze absetzbar. Bewahre die Rechnungen für die Steuererklärung auf. In der Micro-BIC/BNC (pauschaler Abzug) setzt du nichts ab: Der Pauschalabzug deckt bereits alle Kosten.

Die Krankenzusatzversicherung (Mutuelle) erstattet deine laufenden Gesundheitskosten: Arztbesuche, Medikamente, Brille, Zahnbehandlung, Krankenhaus. Die Prévoyance zahlt dir ein Ersatzeinkommen bei Arbeitsunfähigkeit, Invalidität oder Tod. Beide ergänzen sich: Die Mutuelle deckt die Behandlung, die Prévoyance den Einkommensverlust. Ein gut geschützter Freelancer hat beides.

Es gibt keine gesetzliche Schwelle, aber die Faustregel: Sobald deine Freelance-Tätigkeit 70 % oder mehr deines Einkommens ausmacht, bist du bei einem Ausfall verwundbar, und eine ernsthafte Absicherung wird unverzichtbar. Bei der RC Pro verdient selbst ein bescheidener Umsatz Schutz, wenn du mit Kunden arbeitest, die einen Schaden beziffern können, was bei geistigen Dienstleistungen oft der Fall ist.

Für RC Pro und Prévoyance sind auf Freelancer spezialisierte Versicherer (Orus, Simplis, Wemind) fast immer passender: angepasste Tarife, schneller Online-Abschluss, auf Selbstständige zugeschnittene Leistungen, ein Support, der deinen Status versteht. Eine klassische Gesellschaft kann sinnvoll sein, wenn du mehrere Verträge (Auto, Wohnung, Beruf) bei demselben Ansprechpartner bündeln willst, aber du zahlst in der Regel mehr.

Seit dem Hamon-Gesetz (2014) kannst du die meisten Versicherungsverträge nach dem ersten Jahr jederzeit kündigen, ohne Kosten und ohne Begründung. Bei RC Pro und Mutuelle kann dein neuer Versicherer die Kündigung in der Regel für dich übernehmen (das „Kündigungsmandat“). Ist dein Vertrag jünger als ein Jahr, kannst du zum Ablauf mit einer Frist kündigen (oft 2 Monate). Prüfe die Kündigungsbedingungen immer vor dem Abschluss.

Beide sind gut bewertete, spezialisierte unabhängige Versicherer. Insify konzentriert sich auf die Berufshaftpflicht, mit soliden Leistungen und einem 100 % digitalen Abschluss. Orus deckt einen breiteren Bereich ab (RC Pro, aber auch Mutuelle und Prévoyance) und bietet über FreelanceKit einen Rabatt (RC Pro ab 13 €/Monat). Der richtige Reflex: Wenn du nur die RC Pro suchst, hol dir von beiden ein Angebot und vergleiche Deckungssummen, Ausschlüsse und Preis für deine genaue Tätigkeit; wenn du mehrere Absicherungen bei einem Ansprechpartner bündeln willst, hat Orus den Vorteil der Multi-Produkte.

Die günstigsten Angebote am Markt starten bei etwa 10 €/Monat: Simplis wirbt mit einer RC Pro ab 9,99 €/Monat und Orus ab 13 €/Monat (FreelanceKit-Rabatt), beide ohne Bindung und mit sofortiger Bescheinigung. Aber Vorsicht: Das Günstigste ist nicht immer das am besten abgedeckte. Prüfe die Deckungssumme (mindestens 1 Mio. €, bei Großkunden eher 5 bis 8 Mio. €) und die Ausschlüsse, bevor du dich allein nach dem Preis entscheidest. Eine günstige RC Pro mit einer Obergrenze von 100 000 € kann bei einem sensiblen Projekt zu wenig sein.